Die Brachial Romantische Haus Apotheke


DUO SONNENSCHIRMS MENSCHENAFFEN-WELTTHEATER

1996  1997  1998  1999  2000  2001  2002  2003  2004  2005


1996

Welttheater: Cocal Cola stiehlt den Griechen die Olympischen Spiele. Die Ausrufung von „No Torenance“ beschert den USA ein Straftatendefizit. Film- Highlight: „Fargo“ von den Coen-Brüdern. Tamara Danz und Rio Reiser treten ab.

Duo Sonnenschirm: – 12. Januar: Gastauftritt bei „20 Jahre Folkländer/ Bierfiedler“ in der MB. Die Livefassung von „Fahr Away“ mit den Bierfiedlern kommt als Track 10a auf die CD „Der Durchbruch“, der minutenlange Originalapplaus als Extra-Track 10b mit dem Titel „Bye Fall“. Tourneen im Frühjahr und Herbst.
– Geburtstags-CD „Der Durchbruch“, in der Erstauflage mit selbstkonstruiertem Hochkant-Pappschuber.
– 15. März: Record-Release-Ereignis im „Tuvalu“, getarnt als 10-Jahre- Sonnenschirm-Event mit Gästen: Bierfiedler, Wolfgang Heisig, Hubertus Schmidt, Ines Krautwurst u.a. Der Session-Mitschnitt des Wessihasser-Songs „Ich vergaß mehr“ mit allen Beteiligten schafft es auf den Sampler „Oldies & Das“.
– August: Schreibsession in Demeusel/Vogtland: „Bennos Himmelfahrt“ („Der Jahrestag“ Teil 2), „Das Tuten großer Täter“, „Der Möwenschiss“, „Du musst dein Leben ändern“ (auch: „Noah wider Willen“), „Loch in die Luft“, „Die Rose von Frohse“, „Das ernste Gesicht“ (über unangebrachtes Rumkichern in Geldinstituten) sowie das cineastische Podeststück „Last Erection Hero“.

1997

Welttheater: Billy Clinton raucht vaginal, und Hillary sitzt es aus. Helge Schneider verfilmt sich als Dr. Hasenbein. Arafat und Peres kriegen Friedens-Nobelpreise. Hermlin, Bahro, Manfred Baron von Ardenne sowie Bulat Okudshawa und Jacques-Yves Cousteau gehen ab.

Duo Sonnenschirm: Tourneen im Frühjahr und Herbst.
– Zweite Sonnenschirm-Textsammlung „Zuversicht ist des Schiffers Uferlicht“ erscheint im Eigenverlag bei der Ballhornschen Verlagsanstalt. Promotion-Tour zur Von-jedem-Dorf-ein-Hund-CD „Oldies & das“.
– Auftritte bei der SWF-Liedermacht ud beim Leipziger Lyrikertreffen.
– Nach letztem Konzert an der TU Magdeburg vorläufige Einfrierung aller Sonnenschirm-Aktivitäten.
– „Made im Speck“ auf Platz 3 der Liederbestenliste.

1998

Welttheater: Kohl will nicht gehen, Schröder kommt trotzdem. „The Big Lebowski“ geht um. John Goodman wird Blues-Brother. Terry Gilliam verfilmt Thompsons „Fear And Loathing in Las Vegas“. Alle Radler der Tour de France sehen, dass Jan Ullrich kein Rücklicht hat. Gerulf Pannach, Frank Sinatra, Gerhard Gundermann, Kurt Hager und Olsenbandenfeigling Kjeld bleiben auf der Strecke.

Beckert: Erarbeitet mit Vergissmeinnicht und dem Universal-Druckluft-Orchester von Peter Till eine „weisheitspralle“ Comedy-Ästhetik. Kooperation mit dem Dresdner Clownspantomimen Rainer König. Entwickelt mit Schauspielern des Hallenser Thalia-Theaters und Peter Till eine Reihe theatralischer Liedrevuen u.d.T. „Die genialen Kannibalen“.

Wolff: Mitgründung der Leipziger Folk Session Band mit Leipziger Folkloristen, Planung, Arrangements und das Gros der Gesangsparts der CD „18 aus 48 – Das Beste von der Barrikade“. Verstärkt grafische Arbeiten, u.a. für den Mittelaltermarktvermarkter Heiko Guter und Heureka.

Duo Sonnenschirm: Kurze Duo-Wiedervereinigung für die Produktion zweier 1848er Lieder: „Der Hufschmied“ und „Die Fahnen wehn“ (mit Originalzitaten aus dem Marx-Brothers-Film „Duck Soup“). Beide Songs erscheinen auf einer 1848er-CD des Deutschen Volksliedarchivs Freiburg i.Br.

1999

Welttheater: Lafontaine verpisst sich, seitdem geflügelt: „Mach mir den Laffi“. Grünen-Joschka führt Krieg auf dem Balkan und erntet einen Farbbeutel. Ry Cooder & Wim Wenders entdecken Kuba. CDU-Schwarzgeld wird entdeckt, „Bimbes“ kommt in den Duden. Die Zonenschmonzette „Sonnenallee“ kommt ins Kino. Es gehen: Eberhard Cohrs, Hans-Joachim Preil und Stanley Kubrick.

Beckert: Erarbeitung und Mitwirkung an „Sternstunden der Menschheit“, einer Jahrtausendrevue im Restaurant-Theater Merlins Wunderland – u.a. mit Alf Mahlo und den Musen Ebenholz & Elfenbein (Saskia Köhler & Sabine Meyer).

Wolff: Einspiel von „Die Gedanken sind frei“ und „Freiheitsmarsch“ für die 1848- CD des DVA Freiburg mit Jochen Wiegandt und Erich Schmeckenbecher. Einspiel der CD „Ein freyes Leben führen wir – Räuber- und Wildschützengesänge“ mit der Leipziger Folk Session Band (Konzept/Arrangements: JBW).

2000

Welttheater: Birgit Breul verwechselt die Expo mit der Treuhand und macht Schulden wie ein Politbüro. Putin versenkt ein Atom-U-Boot, und eine Concorde fliegt zu tief. Friedensreich Hundertwasser, H.C. Artmann, Ernst Jandl, Erik Balling, Rolf Römer, Otto Grünmandl, Walter Matthau und Konrad Kujau kommen nicht übers Jahr. Ebenso Kurt Böwe(wicht).

Beckert: Sächsischer Musikbeitrag zur Expo Hannover mit Peter Till, Friedemann Seydlitz und Georg Wieland Wagner.

Wolff: Anlässlich 10 Jahre Tanz & FolkFest Personalausstellung auf der Rudolstädter Heidecksburg.

Duo Sonnenschirm: Planmäßige Begegnung der Brachialromantiker zum Proben und Webdesignern.

2001

Welttheater: Neue Rechtschreibung schreibt Baßstimme mit drei sss. Bin Laden schafft in Manhattan Baufreiheit. Ende der Spaßgesellschaft. Milosevic wird an die EU verkauft. Scharping geht baden. George Harrison, Stefan Heym, Gilbert Becaud, Regine Hildebrandt und Beate Uhse gehen forever.

Wolff: Dritte (und letzte) Folksession-CD „Hollahi.de“, nun mit Sängerin Susanne Grütz und Drummer Per Winker.

Duo Sonnenschirm: Kurze Duo-Wiedervereinigung bei der sogenannten „Silberhochzeit“ von Liederjan und Folkländer/Bierfiedler am 5. Juli auf der Rudolstädter Heidecksburg: „Sesselfurzerblues“ und „The Galaxy-Song“ mit großer Besetzung und Tom Sands, der eine Original-Eric-Idle-Strophe intoniert – verewigt auf der DVD „Silberhochzeit – 25 Jahre deutsch-deutsche Folkszene“.

2002

Welttheater: Euro macht das Leben teuro. Schwere Wetter über Sachsen retten Rot-Grün. „Der Teufel und sein Student“ erschießen in Washington Leute aus einem Kofferraum. Nachahmer in Erfurt. Bundesverfassungsgericht rettet Schröders Haare. Hildegard Knef und Rudolf Augstein treten ab, Jürgen W. Möllemann nimmt Fall-Schirm beim Wort.

Beckerts: Keller gerät beim Elbehochwasser landunter, unwiederbringliche Sonnenschirm-Unikate werden vernichtet.

Wolff: Im Haushalt zieht Hund Nietzsche ein, je nach Benehmen auch Hackisch, Hasenpelz oder Spulzig gerufen.

2003

Welttheater: Michel Friedman zieht eine Line und dann Leine. Rumsfeld fällt am 20. März im Irak ein und gewinnt binnen sechs Wochen. Jürgen Trittin führt das Dosenpfand ein. Leipzig wird beinahe Olympiastadt. Anselm Noffke, Leni Riefenstahl und Neil Postman treten ab. Und das Tanz & FolkFest schrumpft zum TFF.

Beckert: Druckluft-Revue „Der Maschinenmensch“ erscheint im Dresdner Societäts- Theater.

Duo Sonnenschirm: Juli: Temporäre Duo-Wiedervereinigung für eine Ausstellungseröffnung von JBW-Grafik in der Leipziger Moritzbastei. Anschließend ein unikates Duo-Konzert in den Rudolstädter „saalgärten“ – im Wesentlichen olle Kamellen, aber mit aufgemöbeltem „Möwenschiss“, der selten praktizierten Endplatzierten-Ballade „Loch in die Luft“ und diversen Ganz-Alt- Werken wie „Der Haarspalter“ mit chinesischen Halbmasken.

2004

Welttheater: Manager werden immer wertvoller. Hartz 4 reaktiviert die Montagsdemos. Ein Monty-Python-Prachtband erscheint, und Dylan schreibt Memoiren. Dresdner Elbtal wird (zeitweise) Weltkulturerbe. Die Einführung der Praxisgebühr beschert dem „Bücklied“ ein Happyend. Tsunami flutet Südasien. Es gehen: Peter Ustinov („Man soll den Körper wie einen Leihwagen behandeln.“), Sisyphosmaler Mattheuer, Elefantenklomaler Tübke, Kopftuch- Jassir, Russ „Oberweite“ Meyer, Dietrich „Oberschlaukopf“ Schwanitz. Nicht zu vergessen Czeslaw Niemen und Ove Sprøgue.

Duo Sonnenschirm: – Mehrere Schreibsessions im Frühjahr: „Bücklied“, „Castor und Fuchszilla“, „Das Kulturvolk“, „Brief aus Bagdad“, „Siegmundiner-Ballade“, „Mann mit großen Sorgen“, „Studentenfutter“, „Zoosong“ u.a.
– August: Probenlager in Wutzetz (Rhinluch) nebst Privatkonzert für die Berliner Klosterbruder-Gemeinde, danach offizielle Reunion am 14. August zur 1. Grimmaer LiederFlut.
– Oktober-Kurz-Tour: Leipzig (Lachmesse), Erfurt, Dresden, Plauen u.a.
– November: Konzert zu JBW-Ausstellung im Quedlinburger Kunsthoken.

2005

Welttheater: „Black is beautiful“ steht auf CDU-Kondomen, und Helloqueen Angie gewinnt das Kanzleramt. Prinz Harry geht als Nazi auf Party und keiner grüßt. Polen wählt zwei eineiige Austauschpräsidenten, und Gas-Gerd legt eine Leitung drumherum. Geheimdienstkarneval zu Bushs Ehren in Mainz. Deutschland baut pro Tag 1.000 Arbeitsplätze ab. Tagesschausprecher müssen von nun an zu ihren Nachrichten stehen. Traurig: Unser Lieblingsschaf vom Niederrhein, Hanns- „Diäter“ Hüsch, geht. Ebenso F. K. Waechter, Gerry Wolff, Bob Hunter (the Grateful Dead poet) und Heinz Melkus, der Erfinder des tiefergelegten 311ers.

Duo Sonnenschirm: – Januar: Duo-Online wird neu geknüpft. Neuer Mann – Herbert Vermona, der Rhythmusfreak – wird eingestellt und gleich wieder entlassen. Vorbereitung der „Lieder aus dem naTo-Hauptquartier“. Erste, zweite und dritte Fassung von „Ich nehme meine Leine und gehe mitm Hund“.
– Februar: Gig beim Liederwahn im Liederkahn mit Stoppok am Canaletto-Blick. – April: Livesessions in LE und Delitzsch für „Billiges Vergnügen – laut & live“
– Juli: Größter je gespielter Live-Gig beim TFF vor 4.000 Leuten. Beckert moderiert ein umstrittenes Tanzfest-Nostalgie-Special auf dem Rudolstädter Markt. Rührende Begegnung mit Leni Statz.
– August: „Billiges Vergnügen“ wird als zweite Sonnenschirm-Scheibe von der Deutschen Schallplattenkritik bepreist.
– September: Einwöchige Schreib- und Probensession auf der Neuenburg. Sit-Ins am Saale-Unstrut-Freisitz „Blütengrund“. Neue Texte: „Die drei Teesorten der Französischen Revolution“, „Cuba Libre“ und, dem Ort zugeeignet, „Der Mündungsaufbohnerer“. Exklusive Burgführung mit Erkenntnissen über Doppelkapellen (für Duos) und -schlotten.
– Von September 05 bis Januar 06 ist „Brief aus Bagdad“ 6 x Platz 1 der Liederbestenliste und damit erfolgreichster Sonnenschirmsong aller Zeiten (getürkt??).
– Oktober: Herbsttour mit neuem Opener „Mann mit großen Sorgen“ (Man Of Constant Sorrow). Beckert mutiert in einem Krimi von Christian Amling (siehe 1984) zur Romanfigur Irenäus Moll. In einem Quedlinburger Pub stellt sich heraus, dass uns Fans über z.T. immense Distanzen hinterherreisen und mehr Fahrgeld bezahlen als wir.
– Knucker-Martin aus Machern wird von seiner Frau zum Sonnenschirm-Konzert verurteilt und überlebt nur durch angewandte Ignoranz. Erste Begegnung mit dem guten Geist vom Parkschlösschen Lichtenstein.

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